Hondas angetestet – von MSX 125 bis Fireblade SP

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Neben der X-ADV und der Africa Twin habe ich die Chance genutzt und habe beim Pressetag von Honda noch weitere neue Motorräder angetestet.
Nach den 2 Zylindern wollte ich jetzt aber auch 4 Zylinder fahren. Kleine Einzelhubräume versprechen Laufkultur, also ran mit der 91 PS starken CB 650 F:

Honda CB650F - CB 650 F

Stylisch finde ich schon die Auspuffanlage mit der Krümmeranordnung wie Sie 1974 schon die CB 400 Four hatte. Es ist mal interessant einen kleinen 4 Zylinder zu bewegen, der das gleiche Drehzahlband hat wie meine BMW S 1000 R (max. Drehzahl 12000 U/min).
Nur das bei gleichen Gewicht bei der BMW fast die doppelte Leistung anliegt.
Was beim aufsitzen begeistert ist wie kurz diese Honda ist. Die 208 kg sind wunderschön handlich. Man hat zwar keinen Schaltassi, aber man kann, es ist ja ein 4 Zylinder, schon innerhalb der im Ort erlaubten 50 km/h komplett bis in den 6. Gang durchschalten und kann dann eigentlich bis zum nächsten Stop darin bleiben. So rollt man entspannt durch die Stadt und über die Landstraße, nur wenn Geläuf enger wird und das Tempo anziehen soll, dann muss/sollte man mal wieder den Schalthebel bedienen. Das macht dann richtig Spaß und man kann damit richtig flott im Rahmen der 91 PS durch die Gegend flügen.
Eine Kleinigkeit die mich bei dem sehr sparsam ausgestatteten Cockpit stört

Honda CB650f - CB 650 F - Cockpit

ist die fehlende Ganganzeige. Wenn man beim hochschalten nicht mitzählt und im 6. Gang nochmal nach dem nächsten Gang sucht, landet man an der Hochschaltsperre, das tut mitunter weh. Wenn man schon keine Ganganzeige verbaut, dann sollte man nach dem höchsten Gang wenigstens in einen „Leergang“ landen.
Achso, fast vergessen, die CB 650 F läuft auf der Bahn ruhig und sicher Tacho über 200 km/h.

Und ich dachte die schafft die gleich starke CB 1100 RS auch locker auf der Bahn.

Honda CB1100RS - CB 1100 RS

Aber denkste, die geht bei Tacho 185 km/h schon leicht rührend in den Begrenzer, und das bei sehr glatten Belag. Also wird hier nicht umsonst wegen dem Fahrwerk das Tempo eingebremst.
Das ist auch nicht das Revier der CB1100RS, das liegt auf der Landstraße. Hier soll/kann man damit cruisen. Das nutzbare Drezahlband ist auch viel kleiner wie bei der 650er, auch der 6. Gang ist bedeutend länger übersetzt. Aber hier hat das Cockpit sogar eine Ganganzeige.

Honda CB1100RS - CB 1100 RS - Cockpit

Aber dieses Motorrad soll schön und nach classic aussehen, da bleibt für mich leider der Fahrspaß auf der Strecke. Was noch stört ist das Gewicht von 252 kg, und für mich ein absolutes K.O. Kriterium, mit der Lenkerkröpfung komme ich sehr schlecht zurecht, der Lenker ist zu weit zum Fahrer gebogen. Insgesamt ist die CB 1100 RS mir ein wenig zu „Old School“.

Nun für mich eher ein Nachtest, ich wollte noch den Blipper (Schaltassi Pro) der Fireblade testen, ob und wie er funktioniert. So habe ich mir dann eine Fireblade SP gekrallt.

Honda Fireblade SP - mit Blipper

Ich hatte ja beim Presseevent zum Michelin Power RS die Fireblade artgerecht bewegen können, nur bremste da der fehlende Blipper die an sich vom Fahrwerk traumhaft handliche Fireblade auf den langen Geraden wegen zu langer „Schaltpausen“ ein. Von den Blipper auf der Rennstrecke von den RR verwöhnt, auch meine S 1000 R und die K 1600 GT haben ihn, war ich gespannt wie Honda das hin bekommt. Also zusammen gefaltet und Kopf in den Nacken (leider bei diesen Supersportlern) und rauf auf das Moped und ab auf die Bahn, die hier insgesamt 6 spurig ist. Und nun die Gänge durchgezogen. Da habe ich mir mehr versprochen, die Fireblade schaltet mechanisch hart und möchte die Gänge gewissenhaft durchgezogen haben. Das kann meine S 1000 R mit weniger Kraft und weicher. Da hatte ich mir von Honda ein wenig mehr versprochen.
Was natürlich Spaß macht mit so einem kraftvollen Moped, man braucht auf der Autobahn nur wenige Hundert Meter und hat dann auch mal die 270 km/h auf dem Tacho stehen.
Ja, Leistung kann Spaß machen.
Nach der Rückkehr von der schnellen Runde hatte ich einen auf so einem „Kindermoped“ sitzen sehen. Da habe ich mir gedacht, mit mir drauf (bin ja nochmal einen Kopf größer) könnte das ganze noch lustiger aussehen. Also hin und drauf gesetzt.

Honda MSX 125

Uuups, dachte ich mir dann, ist zwar klein das Moped sieht auch lustig aus, aber die Sitzposition ist gar nicht unbequem wie sie im ersten Moment zu sein scheint.
Die MSX 125 kneift auch nicht unter den Armen. So bin mit Ausnahme der Autobahn (die mögliche V/max von ca. 100 km/h ist auch auf der Landstraße gefahrlos zu erreichen) die normale Testrunde an diesem Tag gefahren. Und habe auch meine (Detail)-Aufnahmen der MSX 125 gemacht. Die Tour damit zeigte sogar das ich mir vorstellen könnte damit längere Touren als mit einer Fireblade zu fahren.
Auch das Cockpit sorgt für die wichtigsten Infos und ist gut ablesbar:

Honda MSX 125 - Cockpit

Die Schräglagenfreiheit ist natürlich bemessen, aber ein wichtiges Sicherheitsfeature ist an Bord, ein vollwertiges ABS. So lassen sich die 102 kg plus Fahrer sicher zum stehen bringen.

Alle Bilder vom Presseevent mit vielen Detailbildern von den verschiedenen Hondas habe ich hier:
Bildergalerie zum Presseevent 2017 von Honda

Ich finde es von Honda richtig gut, das Sie mir die Möglichkeit gegeben haben im Schnelldurchgang die wichtigsten Modelle die einen interessieren zum probieren/antesten zur Verfügung stellen.
Auch direkte Vergleiche ein und desselben Modells mit unterschiedlichen Getrieben sind sehr aufschlussreich. 

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