Der Antriebstrang der R1200R:

Neuer, spürbar durchzugskräftigerer Boxer-Antrieb für noch dynamischeren Roadster-Genuss.
Galt die R 1200 R bereits bisher als Inbegriff für klassisch-dynamischen Motorradgenuss insbesondere auf der Landstraße, so bietet die jüngste Auflage des BMW Roadsters gerade auf diesem Terrain nochmals mehr Fahrdynamik.
Der bereits aus den BMW Motorrad Modellen R 1200 GS und R 1200 RT bekannte neue DOHC Boxer-Motor bietet gegenüber dem Vorgängermodell eine Steigerung des maximalen Drehmoments von 115 auf nun 119 Nm (bei unverändert 6 000 min–1) und damit noch mehr Durchzugskraft. Gleichzeitig gelang eine signifikante Steigerung des Drehmoments im gerade auf kurvenreichen Landstraßen wichtigen unteren und mittleren Drehzahlbereich bei betont homogenem Drehmomentverlauf. Hinzu kommt dank einer um 500 min–1 auf nun 8 500 min–1 gesteigerten Maximaldrehzahl ein noch breiteres nutzbares Drehzahlband. Die Spitzenleistung beträgt nun 81 kW (110 PS) bei 7 750 min–1 (vorher 80 kW (109 PS) bei 7 500 min–1).
Die Ventilsteuerung erfolgt über zwei obenliegende, kettengetriebene Nockenwellen (DOHC) pro Zylinder. Die Ventilbetätigung übernehmen sehr leichte und damit drehzahlfeste Schlepphebel. Durch die radiale Anordnung der vier Ventile konnte eine sehr kompakte Gestaltung des Brennraums erzielt werden.
Die horizontale Anordnung der Nockenwellen in Fahrtrichtung bedingt beim neuen Boxer-Triebwerk zwei technische Besonderheiten: Jede der Nockenwellen steuert ein Ein- und ein Auslassventil. Aufgrund der radialen Ventilanordnung sind die Nocken konisch geschliffen. Gegenüber dem Vorgängermodell wurden die Ventilteller im Durchmesser einlassseitig von 36 auf 39 Millimeter sowie auslassseitig von 31 auf 33 Millimeter vergrößert. Der Ventilspielausgleich erfolgt über leichte Halbkugel-Shims.
Beibehalten wurde das bisherige Verhältnis zwischen Bohrung und Hub von 101 zu 73 Millimetern und damit der Hubraum von 1 170 cm3. Ebenfalls übernommen wurden Kurbelwelle und Pleuel sowie deren Lagerung, während die beiden Kolben aus Aluminiumguss zur Anpassung an die geänderten Brennraumverhältnisse neu gestaltet wurden.
Die überarbeitete Sauganlage verfügt gegenüber dem Vorgängermodell über Drosselklappenstutzen mit 50 anstatt bisher 47 Millimetern Durchlassweite. Zudem weist das neue Triebwerk auch neu gestaltete Ansaugluftschnorchel sowie ein Luftfilterelement mit höherem Durchsatz auf. Für stabile thermische Verhältnisse selbst unter extremen Einsatzbedingungen sorgt ein neu entwickelter Ölkühler. Im Sinne noch besserer Anströmung und eines dynamischeren Erscheinungsbildes wurde die Ölkühler-Maske neu gestaltet.
Dem Wunsch nach einem besonders sonoren und gleichzeitig gesetzeskonformen Boxer-Sound entsprechen die neuen BMW R 1200 R Modelle durch eine über einen elektrischen Stellmotor sowie Öffnungs- und Schließerzüge angesteuerte Abgasklappe. Ein optisches Highlight stellt der neue, um 60 Millimeter kürzere, Roadster-typisch kompakte Endschalldämpfer dar.
Die Kraftübertragung leistet weiterhin das bewährte und bereits zum Modelljahr 2008 konstruktiv überarbeitete Sechsganggetriebe mit vergrößerten Lagerdurchmessern und verändertem Wellenabstand. Technisch unverändert, jedoch mit einer neuen hochwertigen Oberflächenbeschichtung versehen, wurde der wartungsfreie Kardanantrieb zum Hinterrad übernommen.


Michael Bense - Top 50 - BMW Motorrad

 

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